Transit – 10 Stunden in Moskau

Praktisch, praktisch wenn man während eines Fluges nach Japan einen ca. 10 Stunden Aufenthalt in Moskau hat. Da kann man sich ja mal die Stadt ansehen, wenn man schon mal da ist. So war der Gedanke zumindest. 

Seit Jahren schon wollte ich einmal den roten Platz sehen. Passt ja perfekt.

Ja, Russland hat Visumpflicht für uns Europäer


Ja, wir müssen für Einreise, selbst für einen Transitaufenthalt, ein Visum beantragen. Und ja, das geht nicht einfach online wie es bei anderen Visa manchmal der Fall ist. Das alles fiel uns dann auch ca. einen Monat vor Abreise auf. Termine im Visabüro von Barcelona gab es natürlich keine mehr rechtzeitig. Auch nicht in Berlin oder Hamburg (Ja, ich habe alles geprüft)
Im Endeffekt konnten wir unser Visum dann im Expressbüro in Barcelona beantragen und hatten es dann zwei Tage vor’m Start.

Jetzt, da wir das Visum in der Tasche hatten, sollte ja eigentlich nichts mehr schiefgehen. Sollte man zumindest denken.

Bei der Landung dann der erste Schock. 11 Grad und Regen. In der Wettervorhersage wurden jedoch 17 Grad und Sonne versprochen. Unsere Regenjacken befanden sich natürlich in unseren Rucksäcken, die wir abgegeben hatten. Ich hatte wenigstens noch eine Strickjacke dabei. Eduardo hatte leider seinen dünnen Pullover an. Da hieß es also improvisieren.

Nun trug er mein Ersatztshirt, das ich in meiner Boardtasche hatte, über seinem Pulli. Sah gar nicht mal soo schlecht aus! Man gut jedoch, dass ich mein extra großes Tshirt eingepackt hatte.

Um 05.30 Uhr reihten wir uns also in eine der vielen Schlangen zum Verlassen des Flughafens ein. Murpheys Gesetz meinte es wohl nicht gut mit uns. Oder zu gut, denn zumindest legte sich der Regen in der Zwischenzeit. Nach einer Stunde waren wir dann aber auch endlich an der Reihe und konnten nach Vorlage unseres Visums endlich den Flughafen in Richtung Moskau verlassen.

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Da wir nicht viel Zeit hatten entschieden wir uns für den Expresszug für ganze 1000 Rubel hin- und zurück (ca. 15 Euro)

Das klappte dann auch ohne Probleme. Bis wir am Roten Platz ankamen. Oder sollte ich besser sagen bei den geschlossenen Toren des Roten Platzes? Wie viel Pech kann man eigentlich haben?? Da ist man schonmal in Moskau und dann ist die Hauptattraktion gesperrt. Eine Polizisten klärte uns darüber auf, dass wir den Roten Platz natürlich ab morgen ohne Probleme wieder besuchen könnten.

Das angekündigte Sonnenwetter mit 17 Grad ließ leider auch immer noch auf sich warten. Stattdessen war der Himmel grau und unsere Suche nach Sonne wurde immer wieder von leichten Regenfällen unterbrochen. Und der Schlafmangel unseres 4 Stunden Flugs machte sich auch bemerkbar.

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Die super Idee. Vielleicht einfach einen Touribus nehmen und etwas von der Stadt entdecken: und zwar ohne zu frieren. Im Normalfall halte ich eigentlich nicht wirklich viel von solchen Hop-on-Hop-off-Bussen. Da die Touristen nur von einem Sightseeingspot zum nächsten gefahren werden, ohne die Stadt abseits von Touristenattraktionen kennenzulernen. Wie auch immer: In diesem Fall war das die perfekte Lösung.

So saßen wir also knapp drei Stunden unter zwei Decken im Doppeldeckerbus und entdeckten Moskau von der Straße aus mit passenden Infos zu jeder Station. Später wärmten wir uns dann in einer Mall nahe des Roten Platzes mit heißer russicher Suppe auf.

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Und dann ging es auch schon wieder Richtung Fughafen. Wir machten jedoch an mehreren Metrohaltestellen halt. Man sagt nicht umsonst, dass Moskau die wahrschenlich schönste Metro der Welt hat. Die is auf jeden Fall einen Blick wert. Man braucht jedoch eine Weile bis man sich in dieser zurecht findet. Dadurch, dass Russland ein anderes Alphabet nutzt ist das gar nicht so einfach! 😀

Wieder am Flufhafen angekommen, schien draussen dann doch tatsächlich die Sonne. Super!

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Unser Fazit zu Moskau: Definitiv wird sie nicht unsere Lieblingsstadt. Moskau hatte uns einfach zu wenig Farbe. Es gab zwar immer wieder diese Wow-Momente. Aber insgesamt wären ein paar mehr Farben schön gewesen. Sei es an den Gebäuden, die zum Teil so aussahen als bräuchten sie dringend einen neuen Anstrich. Oder ein bisschen Grün hier und da. Wir waren uns aber einig, dass es bestimmt genug zu sehen gibt, wenn man ein paar Tage da bleiben möchte. Um nicht nur Negatives zu sagen. Moskau bietet aber auch eindeutig einige schöne Bauten. Und der Rote Platz (jedenfalls, das, was wir davon sehen konnten) und der Krimmel waren beeindruckend. Als kleiner Transit-Stopover also auch empfehlenswert.

 

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Über mich

Vicki

Hi, ich bin Vicki. Hier könnt Ihr mich und meinen Freund Eduardo begleiten auf unserem Weg durch die verschiedensten Länder und Wunder dieser Welt.

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