Dinge, die Du vor Deiner Kambodschareise wissen solltest

Kambodscha ist ein atemberaubendes Land. Und hätte man mir vor fünf Jahren erzählt, ich würde einen Monat lang mit einem Rucksack durch Kambodscha reisen – ich hätte es nicht geglaubt. Noch immer versuche ich alle Eindrücke aus knapp vier Wochen zusammenzubringen. Und das ist gar nicht mal so einfach. In einem Land mit so vielen Facetten. In den nächsten Wochen werde ich noch unsere Destinationen einzeln beschreiben. Aber während unserer Reise gab es immer wieder Momente, in denen ich mir gewünscht hätte ein paar Zusatzinfos zu haben. Damit es Dir nicht genauso geht, habe ich hier einmal das Grundlegende zusammengefasst.

Kurzinfo Kambodscha

  • Land in Südostasien
  • Königreich
  • Landessprache Khmer
  • 181.040 Km2 groß
  • Währung Riel
  • Die größten Gewässer sind der Tonle Sap See im Westen und der Mekong im Osten
  • Telefonvorwahl +855

Beste Reisezeit für Kambodscha

November – Februar

Heiße Zeit in Kambodscha

März + April

Regenzeit/ Monsunzeit in Kambodscha

Mai – Oktober

Wichtige Wörter

Leute Kultur Kambodscha vicki viaja

Die Aussprache der Khmer war für uns sehr schwierig. Deswegen haben wir nur sehr wenige Wörter gelernt, obwohl wir im Normalfall versuchen, so viele Wörter in der Landessprache zu lernen wie möglich. Hier findest du die wichtigsten Wörter:

  • Danke – Arkoun
  • Hallo – Suasdey
  • Tschüss – Lea
  • Lecker – Chhnganh

Geld

Währung Kambodscha

Währung

Die Hauptwährung im Kambodscha ist der Riel. Der US-Dollar wird aber überall akzeptiert. In vielen touristischen Gebieten werden die Preise sogar ausschließlich in US-Dollar angegeben. Wir haben jedoch bemerkt, dass man durchaus jedes Mal ein paar Cent sparen kann, wenn man mit der Landeswährung Riel bezahlt. 

Geld abheben

An allen Orten, die wir besucht haben, gab es Bankautomaten, an denen man Geld abheben konnte. 

Viele der Anbieter erheben jedoch eine Gebühr, die sich meist zwischen ein paar Cents und 5 Euro bewegt. Einige Banken akzeptieren jedoch keine ausländischen Kreditkarten oder lassen einen nur US-Dollar abheben. (In Seam Reap fanden wir keinen einzigen ATM, der uns erlaubte Riel abzuheben)

Preise

Die Preise in Kambodscha sind allgemein sehr viel geringer als bei uns in Europa. Besonders Essen ist hier sehr günstig. Man kann einfach eine gute Mahlzeit für weniger als einen Euro erhalten. Vorsicht ist jedoch in Touristengebieten geboten, da die Restaurants und Bars dort gerne auch mal Europäische Preise verlangen.

Auch Unterkunftspreise sind kaum mit den Europäischen zu vergleichen. Besonders wenn man wie wir während der Monsunzeit reist. In Battambang hatten wir beispielsweise ein Privatzimmer mit eigenem Bad für nur 5 Dollar die Nacht.

Auf den Märkten und mit Tuk Tuk Fahrern sollte übrigens verhandelt werden. (Vorteilhaft ist, wenn du dabei nicht so schlecht im Verhandeln bist wie ich)

Trinkgeld

Im Kamboscha muss in der Regel kein Trinkgeld gegeben werden. Manche Tuktukfahrer scheuen aber nicht darauf hinzuweisen, dass sie ein Trinkgeld erwarten. Je nach Strecke sind einige Cents bis wenige Euro jedoch angemessen.

Beim Essen kann bei gutem Service auch Trinkgeld gegeben werden. Jedoch werden keine Unmengen erwartet.

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Visum

landscape cambodia vicki viaja

In Kambodscha gibt es verschiedene Wege, an ein Touristenvisum zu gelangen.

Man kann entweder ein Visum in der nächsten Botschaft beantragen, ein sogenanntes E-Visum über das Internet ergattern (so bist du definitiv auf der sicheren Seite) oder einfach ein Visa-on-Arrival erhalten.

Wir entschieden uns für ein Visa-on-Arrival, weil wir relativ spontan von Vietnam nach Kambodscha reisten. Da wir mit dem Bus unterwegs waren, hätten wir sowieso auf andere Reisende warten müssen, die sich für ein Visa-on-Arrival entschieden haben. Bei Antritt der Reise zahlten wir dem Busfahrer 35 US-Dollar pro Person und gaben ihm unsere Reisepässe. Er füllte alle benötigten Informationen in der Arrival-Card für uns aus. So mussten wir bei Ankunft an der Grenze nur ein Foto machen lassen und unsere Fingerabdrücke geben. Und wirklich lange anstehen mussten wir auch nicht. Nach knapp 30 Minuten saßen wir wieder im Bus. (Das kann aber in der Hauptsaison anders aussehen)

Mit diesem Visum darf man sich dann 30 Tage innerhalb des Landes aufhalten. Es ist jedoch auch vor Ort verlängerbar.

Sicherheit

Taschendiebe und Betrugsversuche

Entgegen der Schauermärchen, die ich vor meiner Reise nach Kambodscha im Internet gelesen habe, haben wir dieses Land als relativ sicher empfunden. Ja relativ, natürlich sollte man nicht jedem glauben, der einen auf der Straße anspricht. Besonders Tuktuk-Fahrer erzählen einem gerne mal ein paar Unwahrheiten, um dich von einer Fahrt zu überzeugen. (Typischer Spruch: XY ist heute geschlossen, aber ich bringe dich gerne zu YX) Aber es gibt auch viele ehrliche und liebe Tuk Tuk Fahrer dazwischen. Unser Fahrer Chan lud uns sogar zu seiner Familie zum Essen ein.

lunch cambodia vicki viaja

Aber als wirklich unsicher würde ich dieses wunderschöne Land also nicht bezeichnen.

Natürlich sollte man ein paar Grundregeln beachten, welche meiner Meinung nach, selbsterklärend sind.

  • Man sollte nicht unbedingt mit seiner Handtasche Richtung Straße laufen (wir wurden häufiger gewarnt, dass vorbeifahrende Motorradfahrer diese häufiger mal während der Fahrt abschneiden und damit davonfahren.
  • Man sollte am besten keine großen Geldmengen bei sich tragen – und wenn doch, versteckt
  • Man sollte nicht sein Handy/Tablet etc. auf offener Straße herausholen
  • Nicht mit teurem Schmuck/Taschen herumlaufen

Allgemeine Sicherheit

Auch allgemein fühlten wir uns in Kambodscha sehr sicher. Die Leute, die uns auf der Straße Drogen verkaufen wollten, waren zwar nicht weniger aufdringlich als die in Barcelona, aber wir auch zuhause braucht man sich von diesen nicht bedroht zu fühlen. Einfach beim Nein bleiben und weitergehen.

Auch sonst fühlte ich mich in keiner Weise irgendwie bedroht.

Nur Nachts am Strand von Sihanoukville wurde uns etwas unwohl, als wir den unbeleuchteten Weg zum Strand entlanggingen und plötzlich zwei Gestalten mit langen Gegenständen in der Hand hinter uns aus dem Gebüsch auftauchten und uns zum menschenleeren Strand folgten. Dort verfielen diese aber in eine Diskussion mit einem scheinbar betrunkenem Mann, während wir uns heimlich aus dem Staub machten.

Der Vorteil ist jedoch, dass häufig – gerade in den Touristenorten – noch bis spät in die Nacht überall Leute unterwegs sind. Da fühlt man sich doch gleich sicherer.

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Infrastruktur

Die Infrastruktur in Kambodscha entspricht bei Weitem nicht Deutschen Standards. Sei es die Straßen, die oft voll von riesigen Schlaglöchern sind oder die Krankenhäuser, die keinesfalls mit den Europäischen zu vergleichen sind.

roller kambodscha vicki viaja

Wer sich also einen Roller mieten möchte, fahrt bitte vorsichtig. In sehr touristischen Ortschaften sind die Straßen aber meistens relativ gut. (Wir fuhren in Kampott und Ankor Wat ohne Probleme – bis auf die Schlange die vor uns vom Baum fiel)

Jedoch sollte man weder mit dem Roller noch zufuß die vorgegebenen Wege verlassen, da es in Kambodscha noch gut 6 Millionen Landminen gibt.

Geschichte

Kambodscha hat eine sehr traurige Vergangenheit, die noch gar nicht so lange her ist. Zwischen 1975 und 1979 wurden etwa 25 % der Khmer ermordet oder verhungerten unter der Diktatur der Roten Khmer.

killing tree phnom penh cambodia vicki viaja

Ziel dieser Diktatur war es, eine Art Bauernstaat in Kambodscha zu errichten. Jeder, der sich dagegen wehrte oder einfach nur „zu viel Bildung“ besaß, wurde ermordert. Selbst von denjenigen, die sich zum Arbeiten aufs Land begaben, starben viele an Hunger, da ein Großteil der Ernte ins Ausland verkauft wurde. Zum Ende der Herrschaft der Roten Khmer genügte es nur eine Brille zu tragen, um kaltblütig ermordet zu werden.

Überall im Land findet man nun Gedenkstätten, die an die furchtbare Geschichte des Landes erinnern.

Über mich

Vicki

Hi, ich bin Vicki. Hier könnt Ihr mich und meinen Freund Eduardo begleiten auf unserem Weg durch die verschiedensten Länder und Wunder dieser Welt.

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