Sai Yok Nationalpark & Kanchanaburi – Ein Tagesausflug

Nicht weit von Bangkok findet man die Kleinstadt Kanchanaburi. Berühmt ist diese vor Allem für seine Zugbrücke über den Fluss Kwai. Jedoch wissen nur wenige, dass hinter dieser eine traurige Geschichte steckt, die einst viele Menschenleben gekostet hat. Dazu jedoch später mehr. Erstmal möchte ich euch den Sai Yok Nationalpark & Kanchanaburi vorstellen.

Kanchanaburi Fakten

Death Railway Kwai I Sai Yok Nationalpark I Kanchanaburi I Thailand I Südostasien I vickiviaja

  • 31.000 Einwohner (2006)
  • 123 km von Bangkok entfernt
  • Die Böden der Region gelten als besonders fruchtbar und werden deshalb zum intensiven Anbau, besonders von Reis genutzt

Wie kommt man von Bangkok nach Kanchanaburi?

Die wohl einfachste und interessanteste Variante ist der Zug. Die Fahrt dauert ca. 3 Stunden und kostet 100 Baht/ 2,60€.
Der Zug fährt jeden Tag um 07.45 Uhr und 13.35 Uhr von der Thonburi Station in Bangkok. Diese befindet sich auf der anderen Seite des Chao Phraya Flusses. Am besten kommt man hierher mit der Fähre (wobei das knapp werden könnte, wenn man den Zug um 07.45 Uhr nehmen möchte), zu Fuß über eine der Brücken oder mit dem Taxi.


Die Zugfahrt ist zwar nicht gerade bequem, aber man bekommt einen super Einblick in die Kultur der Thais. Besonders wenn man wie wir das Glück hat während der Fahrt nette Thais kennenzulernen. Wir trafen nämlich auf der Fahrt ein Pärchen aus Bangkok, das sein freies Wochenende in Kanchanaburi verbringen wollte.

Beste Unterkunft

Kanchanaburi war die einzige Stadt während unseres Aufenthaltes, in dem wir Probleme hatten eine geeignete Unterkunft zu finden. Es mag sich also lohnen, vorher eine Unterkunft zu buchen.
(Wenn du deine Unterkunft über diesen Link buchst, bekomme ich einen kleinen Teil der Kommission von booking.com ohne Extrakosten für dich. Diese Kommission hilft diese Seite weiter auszubauen. Vielen Dank für deine Hilfe!)


Wir landeten zwischenzeitlich in einem Zimmer, das offensichtlich für Männer gedacht war, die dort ein paar Stunden mit einem Thaimädchen verbringen wollen. Es dauerte ein paar Minuten bis wir feststellten, dass der Preis, den wir gezahlt hatten nicht pro Nacht, sondern nur für drei Stunden war. Also schnell wieder weg dort! Unser Geld bekamen wir sogar sofort zurück. Der Besitzer hatte sich anscheinend schon gewundert, was wir dort wollten, aber hatte auf Grund mangelnder Englischkenntnisse nichts gesagt.

Bestes Essen in Kanchanaburi

Je nachdem wo deine Unterkunft ist, gibt es zwei Nachtmärkte. Der in der Innenstadt ist eher für Einheimische und gefiel uns deshalb viel besser.
Der andere Nachtmarkt ist eher touristisch und befindet sich nahe der River Kwai Brücke.

Wir können auf jeden Fall die Ingwersuppe mit Sesambällchen und den Mango Sticky Rice empfehlen!

Wie kommt man herum?

Da die meisten Unterkünfte nahe der berühmtesten Attraktion, der River Kwai Brücke platziert sind, fahren hier nur wenige Taxis. Du solltest auf jeden Fall verhandeln, wenn du ein Taxi nehmen möchtest.

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Wenn du dir auch die anderen Attraktionen, wie den Sai Yok oder Erawan Nationalpark, ansehen möchtest, bietet es sich an, einen Bus zu nehmen oder ein Auto zu mieten. (Mit dem Moped wird die Strecke wahrscheinlich ein bisschen zu weit)

Wir mieteten ein Auto zusammen mit dem Thaipärchen, das wir am Vortrag im Zug nach Kanchanaburi kennengelernt hatten.
Man kann aber auch an einer Tour teilnehmen. Frag am besten einfach mal in deiner Unterkunft nach, die können dir bestimmt eine gute Tour empfehlen. (Du solltest aber auf jeden Fall Preise vergleichen, da sich diese von Unterkunft zu Unterkunft stark unterscheiden können)

Sehenswürdigkeiten in und um Kanchanaburi

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River Kwai Brücke – Death Railway

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Eintritt: frei

Heute als Touristenattraktion beliebt, damals Horror für alle Arbeiter. Die Geschichte der River Kwai Brücke, so wie des Hellfire Pass ist grausam.

Der Bau der Burma-Thailand-Eisenbahn fand zwischen 1942 und 43 statt. Er wurde von Japan angeordnet, welches Thailand zu dieser Zeit besetzt hatte.
Ziel dieser Strecke war es in Burma (Myanmar) einen günstigen Standpunkt gegen Indien zu haben.

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Die Bauarbeiten wurden größtenteils von Kriegsgefangenen unter unmenschlichen Bedingungen durchgeführt. Viele der Arbeiter ließen hier oder auf Grund von Auswirkungen dieser Arbeit ihr Leben.

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Heute kann man entweder zu Fuß auf der Zugbrücke entlang spazieren oder diese mit dem Zug überfahren. Der Zug fährt absolut langsam, damit sich die Fußgänger auf der Brücke in Sicherheit bringen können. An den Seiten gibt es alle paar Meter Ausweichmöglichkeiten.

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Von hier aus kann man übrigens auch einen großen Chinesichen Tempel besichtigen.

Hellfire Pass

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Wenn man die Geschichte dieses Ortes außer Acht lässt, kann man hier einen wirklich schönen Spaziergang durch die Natur unternehmen.

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Die Gesamtstrecke des sogenannten Death Railways war einst 415 km lang. Ein paar Kilometer davon kann man noch immer am Hellfire Pass entlanglaufen. Man kann entweder den gesamten Weg gehen oder eine der Abzweigungen zurück nehmen.

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Wir wurden auf unserem Weg vom Monsunregen überrascht und kehrten deswegen um.

Es lohnt sich eine Runde durch das Museum zu drehen, das sich am Start des Hellfire Pass befindet. Hier kann man vieles über die Geschichte und Hintergründe zu diesem Ort erfahren.

Der Sai Yok Nationalpark

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Öffnungszeiten: 07 – 17 Uhr

Eintritt: 300 Baht/ 7,75€ für Ausländer

Sai Yok Nationalpark Fakten

  • Eröffnet in Oktober 1980
  • 11. Nationalpark Thailands
  • 500 km2 Fläche
  • Der Großteil der Bäume hier wurde erst 1954 gepflanzt, nachdem Japaner zuvor wahllos große Massen an Bäumen abholzen ließen
  • Mit ganz viel Glück soll man in diesem Park sogar auf wilde Tiger und Elefanten treffen können
  • Weit weniger touristisch als der Erawan Nationalpark

Sai Yok Lek und Sai Yok Yai Wasserfall

Wasserfall I Sai Yok Nationalpark I Kanchanaburi I Thailand I Südostasien I vickiviaja

Bei diesen beiden Wasserfällen handelt es sich wohl um die Hauptattraktion im Sai Yok Nationalpark. Die Wasserfälle sind nett anzusehen und laden zum Entspannen ein. Jedoch sollte man sich vor seinem Besuch erkundigen, ob die Wasserfälle zur Zeit Wasser haben. In der Trockenzeit kann es durchaus vorkommen, dass es hier kein Wasser gibt.

Wenn es jedoch Wasser gibt, kann man das auch für ein erfrischendes Bad nutzen. Es lohnt sich!

Während unseres Ausfluges in den Sai Yok Nationalpark konnten wir uns keineswegs über zu wenig Wasser beschweren. Im Gegenteil, im strömenden Monsunregen beschlossen wir nach einem Mittagessen nahe des Wasserfalls umzukehren.

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Über mich

Vicki

Hi, ich bin Vicki. Hier könnt Ihr mich und meinen Freund Eduardo begleiten auf unserem Weg durch die verschiedensten Länder und Wunder dieser Welt.

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