Reiseblogger verraten ihre Lieblings-Kleinstadt

Reiseblogger sind ja bekanntlich viel unterwegs. Da fragt man sich natürlich welcher zwischen all den besuchten Orten die Lieblings-Kleinstadt ist. Manchmal ist es gar nicht so einfach einen einzigen Favoriten zu finden und trotzdem habe ich 11 fantastische Reiseblogger nach ihrer Lieblings-Kleinstadt gefragt und habe wundervolle Antworten erhalten, die zum Nachreisen inspirieren. Das kann ich dir natürlich nicht vorenthalten. Deswegen findest du im Folgenden 12 Lieblings-Kleinstädte von Reisebloggern.

(Die Mathematiker unter euch haben jetzt bereits erkannt: Da ist eine Kleinstadt dazugekommen. Ich dachte mir, ich nutze einfach mal die Gelegenheit, um Dir auch meine Heimatstadt vorzustellen.)

Goslar, Deutschland

Goslar, Deutschland, Kleinstadt, Harz

Vicki von Vicki viaja

Während unserer Zeit in Asien und zahlreichen Reisen in Europa sammelten sich eine Menge Kleinstädte in meiner Favoritenliste an. Oft genug habe ich auf meinem Blog bereits von Kampot in Kambodscha berichtet, deswegen möchte ich euch heute die Kleinstadt vorstellen, mit der alles angefangen hat: Meine Heimatstadt Goslar.

Die kleine mittelalterliche Stadt Goslar befindet sich am Rande des Harzes und machte sich bereits im 10. und 11. Jahrhundert einen Namen als Erz-Abbaugebiet und Kaiserstadt. Wer sich also für Geschichte interessiert, ist hier genau richtig. Zahlreiche Museen und gut erhaltene Altbauten erzählen die Historie dieser einst so bedeutenden Kleinstadt.

Noch heute kann man sowohl die Kaiserpfalz, so wie das Bergwerk, welches seit 1992 Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist, besichtigen. Aber auch wer einfach nur ein ruhiges Örtchen für einen Familien – oder Pärchenausflug sucht, wird in der Kaiserstadt Goslar fündig. Entspannte Spaziergänge durchs Grüne und durch die Altstadt, welche voll von mittelalterlichen Fachwerkhäusern ist, erwarten dich.

Aber auch im Winter ist Goslar ein beliebtes Ausflugsziel. Wer mal nach den beliebtesten und schönsten Weihnachtsmärkten in Deutschland sucht, dem wird Goslar sicherlich schon einmal ins Auge gefallen sein. Jährlich kommen hunderte Besucher aus ganz Deutschland um diesen Weihnachtsmarkt zu besuchen.

Finde mehr Informationen zu Goslar in meinem ultimativen Guide zu den Goslar Sehenswürdigkeiten hier.

Rørøs, Norwegen

Roros, Norwegen, Kleinstadt

Ina von Mit Kind im Rucksack

Rørøs 380, km von Oslo entfernt, ist die einzige Bergstadt Norwegens und liegt 630 Meter über dem Meer. Sie ist bekannt für ihr kaltes Klima und mit unter den Kälterekordhalter in Norwegen, mit -50 Grad, 1914.
Seit dem 17.Jahrhundert wurde hier Kupfer abgebaut und da Norwegen keine Bergabaunation war, holte man sich Bergleute aus ganz Europa, vor allem aus Deutschland. So war es auch ein Deutscher, Lorentz Lossius, der die erste Grube 1644 eröffnete. Bis 1977 wurde Kupfer abgebaut.
1896 bekam Rørøs als dritte Stadt Europas eine elektrische Straßenbeleuchtung, Paris und Hammerfest wurden vorher schon beleuchtet. Daran sieht man wie reich der Bergbau die kleine, feine Stadt gemacht hat.

Mir gefällt an dieser Kleinstadt dieses ursprüngliche Norwegen, was man dort noch findet, diese wunderschönen schmucken Holzhäuser. Die Atmosphäre, die die kleine Stadt ausstrahlt, ist einfach immer wieder schön ob Sommer oder Winter.

Im Winter ist ein Besuch der Rørøs Martna, einem großem Markt bzw. Volksfest zu empfehlen. Immer im Februar findet dieses Volksfest statt.

Wer also Norwegen sehr ursprünglich erleben will, dazu noch Natur und Berge haben will, liegt mit einem Besuch in dieser Kleinstadt, nicht weit von der schwedischen Grenze, mitten im Herzen von Norwegen, genau richtig!

Mehr über Rørøs kannst du hier erfahren.

Guatapé in Kolumbien

Guatape, Kolumbien, farbenfrohe Kleinstadt

Marie und Chris von World on A Budget

Es gibt Orte, die bei einem direkt gute Laune auslösen. Guatapé in Kolumbien ist auf
jeden Fall einer davon. Denn wer kann schon den bunten kleinen Häusern mit den
farbenfrohen und teils ziemlich lustigen Verzierungen widerstehen und wer schlendert
nicht gerne über unebenes Kopfsteinpflaster? Eben! Obwohl wir bei unserem Besuch in
Guatapé ziemlich mieses Wetter hatten, waren wir vom ersten Augenblick an hin und
weg. Unmittelbar vor den Toren der Stadt kann man den Piedra del Peñol erklimmen.
659 Stufen führen hinauf auf den mächtigen Felsen, an dessen Fuß ein Stausee gespickt
mit allerlei Inselchen in einer unwirklichen Wasserfarbe liegt. Wir konnten leider nur
den einen oder anderen Blick auf diese unwirkliche Landschaft erhaschen, da alles in
einem diesigen Nebeldunst versank, aber wir schwören euch: es sieht einfach magisch
aus!
Guatapé kann man übrigens entspannt in einem Tagesausflug von Medellín erreichen.
Die etwa 2 ½ stündige Fahrt mit dem Minibus kostet umgerechnet zwischen 3,30 und
3,60 €. Beim nächsten Mal würden wir aber mehr Zeit für Guatapé einplanen, denn
wenn gegen Abend die Tagesbesucher verschwinden, hat die Stadt nochmal einen ganz
besonderen Charme und der Stausee bietet zahlreiche Möglichkeiten für Action oder
Entspannung und das in einer sagenhaften Kulisse. Trotz der recht kleinen Größe wird
einem hier so einiges geboten und die Locals sind, wie eigentlich überall in Kolumbien,
freundlich und immer zu Späßen aufgelegt.
Für uns ist Guatapé auf jeden Fall eine der besondersten Kleinstädte, die wir während
unserer neunmonatigen Reise durch Lateinamerika besuchen konnten, wenn nicht
sogar eines der schönsten Städtchen, die wir jemals besucht haben.

Möchtest du mehr über Guatapé lesen? Dann klick doch mal hier.

Kenting, Taiwan

Kenting, Taiwan, Asien, Strand, Kleinstadt

Henrik von Fernweh Koch

Sich mit dem Gedanken zu beschäftigen, was denn eigentlich seine liebste Kleinstadt ist, macht man ja auch nicht täglich. Vielleicht grade deshalb habe ich auch nicht DIE liebste Kleinstadt, denn die Städte, die ich kenne, sind ja auch mehr als unterschiedlich und jede hat ihre eigenen Vorzüge.

Ich selbst komme aus einer Kleinstadt – Papenburg im niedersächsischen Emsland, zählt knapp 40.000 Einwohner und ist vor allem für Kanäle und den Bau von Kreuzfahrtschiffen bekannt. Logisch, dass diese Stadt also sehr weit oben in meinem persönlichen Ranking ist.

Für Vicki Viaja möchte ich jedoch eine andere Stadt vorstellen, die mindestens in den Top-5 meiner liebsten Kleinstädte ist:

Was macht diese Stadt besonders?

Kenting liegt im äußersten Süden Taiwans, einer kleinen Insel im Südostchinesischen Meer. Die Lage macht sie besonders, denn hier ist es wunderbar warm und tropisch (ich sag nur Karibikfeeling). Gleichzeitig treffen hier tropische Natur und ostasiatische Kultur aufeinander, was einen tollen Mix ergibt. Das macht die Stadt zu einem beliebten Urlaubsziel, sowohl für die Insulaner, aber auch aus den umliegenden Ländern, bis hin sogar zu Australien.

Was kann man dort machen?

Das Highlight für die Jüngeren oder jung gebliebenen ist jedes Jahr das taiwanische Springbreak, das in Kenting stattfindet. Ich hatte das Glück während meines mehrmonatigen Aufenthalts in Taiwan dieses Spektakel miterleben zu dürfen.

Studenten und Absolventen aus dem ganzen Land kommen für ein Wochenende zusammen und machen dabei die Nacht zum Tage. Die ganze Stadt ist gesäumt von Menschen und Märkten. Überall kann man etwas erleben. Während man tagsüber am Strand entspannt oder die umliegende Natur erkundet, geht es am Abend zunächst über den Nachtmarkt. Hier kann man sich an einem der vielen Food-Stände durchprobieren und anschließend auf Strandpartys tolle Leute kennenzulernen.

Wer mehr über Taiwan, Nachtmärkte und das Essen dort erfahren möchte, ist hier richtig.

Nykøbing Sjælland, Dänemark

Nykøbing Sjælland, Dänemark, Strand, Dünen, Kleinstadt

Roxanna von Susy.World

Nykøbing Sjælland ist eine dänische Kleinstadt im Nordwesten der Insel Seeland, ca. eine Stunde von Kopenhagen entfernt. Der ca. 5.000 Seelenort liegt in der Kommune Odsherred und grenzt an die noch kleinere Hafenstadt Rørvig. Und genau dazwischen liegt meine Smultronställen, schwed. für Lieblingsplatz zum Verweilen, ruhiger Hafen oder auch geschätzter Ort und wörtlich übersetzt Erdbeerplatz.

Es ist der Ort, den wir seit meiner frühsten Kindheit jedes Jahr besuchen – 30 Jahre lang. Ich wurde in Rørvig in einer kleinen, gelben Kirche getauft und habe jeden Sommer dort verbracht, Baumhäuser gebaut, Krebse gefangen und grøvhakket Leverpostej Smörrebrød (Leberpastetenbrote) gegessen. Es ist der Ort mit dem leuchtend gelben Ginster, den immergrünen Dünen und dem puderweichen, weißen Sand.

Dieser Ort ist für mich Heimat, Entspannung und Sicherheit – und das mehr als überall anders. Der raue Wind, das köstliche Softeis, die Weite des Strandes und die unbezwingbare Ruhe in mir, umschließen mich wie die Wogen des Meeres. Während ich dies schreibe, befinde ich mich auf Fehmarn, am Wasser und voller Adrenalin durch das Kite Surfen der letzten Tage. Dennoch setzt der Bewegungsdrang ein.

Nun dann, Susy* und ich machen uns auf und davon. Mit Kronen an den Turnschuhen für den nächsten Hotdog. Wohin? Ans Meer, da wo die Wellen und Sehnsucht uns hintragen.

*Susy ist unser buttermilchgelber Oldtimer Campervan, der auf unserer Reise von einem Auto zu einem vielschichtigen Lebensgefühl und Gedankenmotor geworden ist.

Mehr Abenteuer mit Susy findest du hier.

Longyearbyen, Spitzbergen

Longyearbyen, Spitzbergen, Schnee, Norwegen

Ines von Gin des Lebens

Wer die Arktis mag, sollte nach Longyearbyen. Longyearbyen ist die Hauptstadt von Spitzbergen und unsere Lieblings-Kleinstadt. Spitzbergen ist die größte Hauptinsel von Svalbard und befindet sich nördlich des Polarkreises. Sie wird von Norwegen verwaltet und vom Sysselmann, einem Repräsentanten der norwegischen Regierung, geleitet. Er hat zahlreiche offizielle Funktionen und ist gleichzeitig Polizeichef.

Die Entstehung von Longyearbyen ist auch auf die Tätigkeit in den zahlreichen Minen zurückzuführen. Einige davon sind immer noch in Betrieb und übernachten kann man auch in den ehemaligen Baracken der Minenarbeiter.

Wir haben uns in die kleine, süße Stadt im Norden verliebt. Nach zwei Besuchen haben wir noch immer nicht genug und denken schon an die nächste Reise in den hohen Norden. Man kann hier einfach so viele unvergessliche Momente erleben. Auf den Straßen begegnet man Rentieren, etwas außerhalb kann man Schneehühner und Polarfüchse sehen. Am Packeis der Ostküste kann man auf Eisbären treffen. Nordlichter gibt es vor der Haustüre. Für Abenteurer eignen sich auch die Schneemobilexpeditionen. Man muss sich aber bewusstmachen, dass es Touren gibt, bei denen man 8-10 Stunden in der Kälte verbringt und es keine Möglichkeit gibt sich aufzuwärmen oder ein WC zu nutzen. Den Abend kann man im nördlichsten Pub, der nördlichsten Brauerei oder beim Essen am wohl nördlichsten Holzkohlegrill ausklingen lassen. Für uns hat Longyearbyen sehr viel Charme und Wohlfühlfaktor. Wir haben uns auf Anhieb wohl und fast ein wenig heimisch gefühlt.

Spitzbergen ist sicherlich kein günstiges Pflaster, aber auch bei den Flügen und den Hotels kann man sparen, wenn man ein wenig vergleicht. Teuer hingegen sind die Ausflüge, dennoch ist Spitzbergen und Longyearbyen wirklich sehenswert.

Mehr zu Longyearbyen, Abenteuern auf Spitzbergen und den Gin des Lebens findest du hier.

Enna, Sizilien

Enna, Sizilien, Kleinstadt, Italien

Barbara von Reisepsycho

Sizilien verbinden viele mit dem wunderschönen Meer und den faszinierenden Küstenstädten dort und lassen das Landesinnere links liegen. Das ist meiner Meinung nach ein großer Fehler, denn Enna ist ein richtiges Juwel. Die Provinzhauptstadt hat ca. 27.000 Einwohner und liegt genau in der Mitte der Insel – ein Obelisk markiert diesen Punkt. Und noch etwas ist besonders an der Lage der Stadt: sie liegt auf einem Felssporn auf 968 Meter Seehöhe. So thront der Nabel Siziliens ziemlich imposant hoch über den Feldern, die unterhalb bestellt werden. Von dieser Höhe aus hat man einen ausgezeichneten Blick auf den Ätna, der wie ein rauchender Riese östlich von der Stadt steht. Und auch an Sehenswürdigkeiten mangelt es Enna nicht – der Dom, das Castello, der Turm, das Museo Alessi oder der Ceres-Felsen laden ein, entdeckt zu werden.

Doch am meisten hat mich an Enna die herzliche, authentische Stimmung und das unschlagbar günstige Essen begeistert. Vielleicht ist das dem Umstand geschuldet, dass sich hier nicht viele Touristen tummeln. So isst, spaziert und sitzt man hier unter Einheimischen, die in gewohnter sizilianischer Gastfreundlichkeit das Herz warm werden lassen. Wer also landschaftliche Faszination und Authentizität sucht, ist in Enna genau richtig – hier ist man wirklich „mitten in Sizilien“!

Wenn du mehr über Enna, Sizilien und Italien erfahren möchtest, schau doch mal hier.

Carloforte, Sardinien

Calforte, Sardinien, Italien, Kleiinstadt

Nicole von Pecora-Nera

Carloforte: eine Stadt der Genueser aus Tunesien auf Sardinien Ich mag Carloforte, weil die Stadt nicht nur wunderschön, sondern auch eigenartig im besten Wortsinn ist. Hinter ihrem bezaubernden Flair und dem Dolcevita, das durch die Gassen wabert, versteckt sich nämlich eine spannende Geschichte: 300 Fischerfamilien aus Genua siedelten im Jahr 1542 auf die kleine, zu Tunesien gehörenden Insel Tabarka zum Korallenfischen. Nach 200 Jahren zogen sie zurück ins Mittelmeer, auf die Insel San Pietro vor Sardinien und gründeten Carloforte. Die isolierte Lage vor dem sardischen „Festland“ sorgte dafür, dass sie auch ihre eigene Sprache, das Tabarchino, einen Genueser Dialekt behielten. Die Namen und Straßenschilder aus glasierter Keramik mit schöner Typografie im historischen Stadtzentrum erzählen diese Geschichte: Die Viertel Cassinèe, Màina, Cassébba und Darsennetta sind so italienisch und dann wieder nicht, dann entdeckst du nordafrikanische Einflüsse … Ich kann mich gar nicht satt sehen an dieser Stadt. Die alten, mit runden Steinen gelegte Wege, die „carruggi“ (auch „vicoletti“ genannt), führen aufwärts, zur Stadtmauer „Mura di Cinta“. Beim Blick hinab erinnert die Architektur tatsächlich an die von ligurischen Hafenstädten. Die carlofortinische Küche mit dem „Crossover“ Italien – Tunesien ist zusammen mit dem traditionellen Tunfischfang vor der Insel absolut etwas für Kulinarikfreunde. Carloforte dominiert die kleine Insel San Pê (San Pietro) – aber auch außerhalb der Stadt erwartet dich ein Naturparadies: beginnend bei den Salinen südlich der Stadt mit Flamingokolonien bis zu all den kleinen Buchten, Grotten und Badestellen an der Westküste zum offenen Meer mit dem Leuchtturm Faro Capo Sandalo. Einen besseren Ort für den Sundowner musst du auf dieser Welt erstmal finden.

Mehr Infos über Sardinien und Carloforte findest du hier.

Salento, Kolumbien

Salento, Kolumbien, Wald, Kleinstadt

Patrick von German Backpacker

Die Kleinstadt Salento in Kolumbien war eines meiner Highlights während meiner Reise durch Kolumbien. Der Ort liegt zwischen Medellin und Bogotá in der Mitte des Landes, und ist eine erholsame Abwechslung von den hektischen kolumbianischen Großstädten. Besonders dank der perfekten Lage von Salento im Cocora Valley lohnt sich ein Besuch. Das Cocora Valley ist Teil eines Nationalparks und bietet wunderschöne Natur. Hier wachsen die höchsten Palmen der Welt, womit das Valley absolut einzigartig ist. Von Salento aus kann man einen sehr schönen Tagesausflug ins Cocora Valley unternehmen. Früh morgens fahren dich die Jeeps zum Start der Wanderpfade. Dort startest du deinen Besuch ins Cocora Valley. Die Hiking Trails bringen dich durch die wunderschöne Natur, mit tollen Ausblicken auf die Landschaft. Teilweise geht es auch durch den Regenwald mit Wasserfällen und Flüssen. Abhängig von der Jahreszeit deines Besuchs kann diese Wanderung jedoch auch sehr nass und matschig werden – ich war im Mai in Salento, und bin teilweise knöcheltief im Matsch versunken. Man kann beim Start der Wanderpfade Gummistiefel ausleihen, was ich nur wärmstens empfehlen kann, wenn du während der Regenzeit in Kolumbien bist.

Neben dem Cocora Valley bietet Salento aber noch mehr. Der Ort ist umgeben von Kaffeeplantagen, die du besuchen kannst und mehr über die Kaffeeproduktion in Kolumbien lernen möchtest. Außerdem gibt es einige sehr nette und gute Restaurants und Cafés im Ort. Salento sollte auf keinen Fall fehlen auf deiner Reise durch Kolumbien!

Mehr Sehenswürdigkeiten in Kolumbien findest du hier.

Brighton, England

Brighton, England, Karussel, Strand, Kleinstadt

Anne und Clemens von Travellers Archive

Brighton wird die Badewanne von London genannt. Dabei ist die Stadt an Englands Südküste viel mehr als nur ein reines Strandbad. Sie ist eine quirlige Küstenstadt, in der Rockabilly auf Shabby Chic trifft und alte Meeresromantik auf hippe Boutiquen und Cafés. Die berühmteste unter den Brighton Sehenswürdigkeiten ist der Brighton Beach, jener breite Strand, der sich die komplette Küste entlangzieht. Dort, wo vor kurzem noch ein Riesenrad direkt am Meer seine Runden drehte, steht heute der British Airways i360, ein riesiger Aussichtsturm mit einer Kanzel, die einen auf 173 Meter katapultiert. Von dort hat man auch einen schönen Blick auf den Brighton Pier, der mit alten Fahrgeschäften lockt. Aber auch das Zentrum ist einen ausgiebigen Spaziergang wert. Vor allem die verwinkelten Brighton Lanes mit ihrer Kopfsteinpflasteromantik könnten britischer nicht sein. Wer es eher verrückt mag, der ist in den North Laines richtig, wo Verrücktes auf Hippes trifft und Antiquitäten auf Absurditäten. Und mitten drin? Da verstecken sich in Brighton die urigen Pubs, wo man den Tag bei einem frisch gezapften Pint oder einem Cider ausklingen lässt. Standesgemäß eben und damit very British!

Mehr über Brighton kannst du hier erfahren.

Pedasi, Panama

Pedasi, Panama, Strand, Kleinstadt

Anna von Go’n Joy Erlebnisreisen

Pedasi liegt am südöstlichen Ende der Halbinsel Azuero, an der Pazifikküste Panamas. Die kleine Stadt mit ca. 3.000 Einwohnern war einst nur als kleines Fischerdorf bekannt. Pedasi hat sich mittlerweile zu einem kleinen Städtchen entwickelt, das mit seiner wunderschönen Architektur aus der Kolonialzeit begeistert.

Was macht sie zu meinem Liebling?

Pedasi ist einer der Orte in Panama, an denen es möglich ist die große Walmigration zu beobachten. Von ca. Juni bis Mitte November findet dort ein Naturspektakel statt, an dem Wale aus der südlichen und nördlichen Hemisphäre zusammen treffen, um ihre Jungen zu gebären.

Neben der Walbeobachtung liegt eine weitere Besonderheit vor der Küste Pedasis – die einzigartige Isla Iguana, die Insel der Leguane. Sie ist 55 Hektar groß und ein beliebter Rückzugsort für Wildtiere. Die Insel Iguana erinnert an Entdeckerzeiten mit ihren weißen Sandstränden und dem kristallklaren Wasser. Während eures Ausflugs zur Insel Iguana könnt ihr mit etwas Glück u. A. verschiedene Delfinarten, Rochen und Schildkröten sehen.

Ein weiteres Highlight in der Nähe von Pedasi ist für mich der wunderschöne Playa Venao, der nicht nur hervorragende Voraussetzungen für Surfprofis sondern auch für Anfänger bietet.

Was macht Pedasi so besonders?

Pedasi hat mich genau in dem Moment verzaubert als wir die umliegenden Strände entdeckt haben. Je weiter wir vom Zentrum abkamen, desto mehr stieg die Begeisterung. Denn wir haben nach nur 5 km einsame und unberührte Strände wie sonst nirgends in Panama gesehen.

Obwohl sich Pedasí am Ende der Halbinsel Azuero befindet und die Umgebung so natürlich ist, gibt es in der Stadt dennoch einen guten Zugang zur Außenwelt mit einem Supermarkt im Ortskern, netten Restaurants und Tankstellen. Die kurze Distanz zwischen Stadt und Natur macht Pedasi für mich so besonders.

Mehr von Go’n Joy kannst du hier finden.

San Marcos, Texas, USA

San Marcos, Texas, USA, Kleinstadt

Nathalie von Unbridled

Texas ist bekannt dafür, dass alles größer ist. Riesige Portionen auf dem Teller und Monster-Trucks auf den Straßen. Doch Texas hat auch viele Kleinstädte, die einen Besuch wert sind. San Marcos ist eine meiner persönlichen Favoriten. In der Mitte zwischen den Großstädten San Antonio und Austin, wartet diese Perle nur darauf erkundet zu werden.

Der San Marcos Fluss lädt an heißen Tagen zum Schwimmen, paddeln und „Floaten“ ein. Letzteres ist die populärste Aktivität hier. Mit einem riesigen Schwimmreifen und einer Kühlbox lassen sich Menschen jeden Alters den Fluss runter treiben. Kleine Stromschnellen sorgen für den extra Adrenalin-Kick. So wird ein normaler Fluss zu einem offenen Spaßbad. Der Fluss hat eine konstante Temperatur von 22°C, egal ob Sommer oder Winter. Er ist außerdem sehr besonders, da er seltenen Lebewesen wie den blinden Salamander beherbergt. Deswegen steht die Quelle des Flusses unter Naturschutz. Wer mag, kann eine Tour mit dem Glasbodenboot machen, um ein bisschen mehr zu erfahren und zu sehen.

Neben dem Fluss hat San Marcos auch noch andere Sachen zu bieten wie dem „Heritage District“, wo Architektur-Fans auf ihre Kosten kommen. Die wunderschönen viktorianischen Häuser mit riesigen Veranden stehen unter Denkmalschutz und sollten auf keiner Tour fehlen. Wer sich also in Texas herumtreibt, sollte definitiv einen Stopp in dieser wundervollen Kleinstadt einlegen!

Mehr von Nate und Unbridled findest du hier.

Noch mehr Kleinstädte?

Ich habe 16 weitere Englischsprachige Reiseblogger nach ihrer Lieblings-Kleinstadt gefragt. Das Ergebnis findest du hier: My favorite Small-Town.

Welches ist deine Lieblingskleinstadt? Und welche der hier beschriebenen würdest du am liebsten besuchen? Lass es mich unten in den Kommentaren wissen!

Über mich

Vicki

Hi, ich bin Vicki. Hier könnt Ihr mich und meinen Freund Eduardo begleiten auf unserem Weg durch die verschiedensten Länder und Wunder dieser Welt.

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Reiseblogger verraten ihre Lieblings-Kleinstadt
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4 thoughts on Reiseblogger verraten ihre Lieblings-Kleinstadt

  1. Was für eine schöne Idee! Schade, dass ich diese Blogparade verpasst hab. Es sind wirklich tolle Reiseinspirationen dabei. Besonders Enna und Guatapé würden mir, glaube ich, echt gut gefallen.
    Liebe Grüße
    Julie

  2. Hallo Vicki,

    eine schöne Auflistung hast du da gemacht. „Leider“ bin ich nur in Deutschland unterwegs, was meine Auswahl hier etwas einschränkt :-), aber Goslar habe ich schon lange auf dem Schirm. Glaube, das gehe ich für dieses Jahr mal an.

    Toller Blog! Weiter so!

    LG,
    Jan

    • Hallo Jan,

      Ich freue mich, dass es dir gefällt. Ich schreibe gerade an einem detaillierten Post über Goslar, der Freitag hier erscheinen wird. Vielleicht magst du ja mal reinschauen. 🙂 Ich kann Goslar auf jeden Fall nur empfehlen!

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