Jeder kennt Spanien als eines der sonnigsten und wärmsten Länder Europas. Aber wie ist es eigentlich in der kalten Jahreszeit – schneit es im Spanien im Winter? Überraschenderweise kann es auch auf der iberischen Halbinsel und seinen Inseln zu Schneefall kommen. Wo genau, wann, wie häufig und viel es in Spanien schneit erfährst du in diesem Artikel.
Nachdem ich bereits seit einigen Jahren in Spanien lebe, habe ich schon den ein oder anderen Winter in Spanien miterlebt. Hier erfährst du mehr zu Schneefall und Schnee in Spanien. Lass uns also gleich loslegen und die wichtigste Frage klären:
What to find out in this post
- 1 Schneit es in Spanien im Winter?
- 2 Klima in Spanien
- 3 Wo schneit es in Spanien?
- 4 Wie oft schneit es in Spanien?
- 5 Schneit es in Barcelona?
- 6 Schneit es in Madrid?
- 7 Schneit es auf Mallorca?
- 8 Schneit es in Valencia?
- 9 Schneit es in Sevilla?
- 10 Schneit es in Granada?
- 11 Schneit es auf den Kanaren?
- 12 Häufige Fragen zu Schnee in Spanien
Schneit es in Spanien im Winter?
Tatsächlich schneit es in Spanien im Winter in vielen Regionen. Theoretisch kann es im ganzen Land zu Schneefall im Winter kommen. Besonders in höhergelegenen Regionen, wie die Pyrenäen, der Sierra Nevada und im Landesinneren gibt es für gewöhnlich Schnee während des Winters.
Klima in Spanien
Mit seiner einzigartigen Lage und Beschaffenheit lässt sich das Klima Spaniens gar nicht mal so leicht zusammenfassen. Denn Spanien ist in fünf verschiedene Klimazonen unterteilt.
Während es im Osten der iberischen Halbinsel ein eher mildes Mittelmeerklima (milde Winter und warme bis heiße Sommer) gibt, wird das Landesinnere von einem Kontinentalklima beherrscht, das größere Unterschiede zwischen Sommer und Winter mit sich bringt.
Im Westen des Landes herrscht ein ozeanisches Klima, mit viel Niederschlag, kühleren Sommern und milden Wintern.
Die Gebirge des Landes werden hingegen von einem rauem Gebirgsklima mit kalten Wintern und kühlen Sommern dominiert.
Eine Sonderstellung entsteht auf den Kanarischen Inseln, die weit südlicher als die iberische Halbinsel liegen. Hier herrscht das ganze Jahr über ein subtropisches Klima mit nur sehr leichten Temperaturschwankungen.
Wo schneit es in Spanien?
Während theoretisch in Spanien überall zu Schneefall kommen kann, schneit es besonders viel in der Gebirgs- und Atlantikregion sowie im Landesinneren. Besonders viel Schnee gibt es dabei in den Pyrenäen und der Bergkette Sierra Nevada, so wie in der spanischen Region Kastilien-León.
Im Folgenden findest du eine kleine Übersicht mit den beliebtesten und schneereichsten Orten in Spanien.
Ávila

Ávila ist eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Spaniens und ist nicht nur bei nationalen Besuchern und Tagesausflüglern für seine prächtige Stadtmauer beliebt. Die gewaltige Befestigungsanlage gilt als UNESCO Weltkulturerbe und steht hier bereits seit dem 11. Jahrhundert.
Was viele jedoch nicht wissen ist, dass sich die Stadt in Kastilien-León im Winter zu einem richtigen Winter-Wunderland verwandeln kann. Mit durchschnittlich 20 Schneetagen im Jahr zwischen Dezember und Februar ist Ávila an manchen Tagen von einer richtigen Schneeschicht bedeckt. Dies lässt die imposanten Stadtmauern fast sogar noch ein bisschen beeindruckender erscheinen.
Besonders beliebt für schneereiche Ausflüge in der Region um Ávila ist die Bergkette Sierra de Gredos, mit einer Höhe bis zu 2.591 Metern.
Burgos

Die kleine Stadt Burgos in Kastilien-León ist ganzjährig ein beliebter Tagesausflug von Madrid. Aber besonders im Winter, wenn Burgos von einer dünnen Schneeschicht bedeckt ist, lohnt sich ein Besuch in der spanischen Stadt.
Besonders beliebt ist Burgos für seine bedeutende gotische Kathedrale, die inzwischen sogar als UNESCO Weltkulturerbe gilt.
Schneefall in Burgos ist typisch zwischen Ende Dezember und Anfang März, wobei Januar als der schnerreichste Monat gilt, in dem die Stadt von einer Schneedecke von durchschnittlich 29 mm bedeckt ist.
Cuenca

Cuenca in Kastilien-La Mancha ist definitiv ein einzigartiger Ort. Die Kleinstadt befindet sich nämlich auf einem Hügel. Das Besondere ist, dass einige der Häuser hier direkt aus dem Felsen gebaut worden sind.
Noch heute können drei dieser sogenannten hängenden Häuser besucht und sogar betreten werden.
Mit einer Höhe von fast 950 Metern kommt es hier in den kalten Wintermonaten durchaus zu Schneefall. Besonders beliebt sind Ausflüge in der schneereichen Region, wie z.B. zum höchsten Berg der Region, dem Cerro de la Mogorrita.
Huesca

Bei Huesca handelt es sich um die zweitgrößte Stadt in der Region Aragonien. Mit seiner Lage im südlichen Pyrenäenvorland auf einer Höhe von fast 500 Metern kann es hier in den Wintermonaten durchaus kalt werden.
Von wunderschöner Natur umgeben ist Huesca ganzjährig ein beliebter Urlaubsort für nationale und internationale Besucher. Besonders aber im Winter lohnt sich ein Besuch, wenn eine dünne Schneedecke die Stadt bedeckt.
In der Provinz von Huesca befinden sich allerlei im Winter schneebedeckte Gebiete auf höheren Ebenen. Besonders beliebt dabei ist das Skigebiet Formigal-Panticosa, das mehr als 180 km Skipisten fasst.
León

León in der spanischen Gemeinschaft Kastilien-León ist historisch gesehen eine der wichtigsten Städte des Landes. Bereits im 01. Jahrhundert n. Chr. gegründet war die Stadt einst Hauptstadt des Königreiches León, aus dem sich später der spanische Staat entwickelte.
Mit seiner Höhe auf 837 Metern über dem Meeresspiegel kommt es hier im Winter immer wieder zu Schneefällen. Mit durchschnittlich 13,6 Schneetagen sammeln sich ganze 98 mm Schnee, was die Stadt zu einer der schneereichsten des Landes macht.
La Molina

Auch bei uns in Katalonien gibt es diverse Optionen für einen schneereichen Urlaub. Einer der beliebtesten Orte für Schnee in meiner Adoptivheimat ist die Ski-Region La Molina.
Nur wenige Kilometer von der französischen Grenze entfernt liegt das Skigebiet auf einer durchschnittlichen Höhe von rund 1.700 Metern über dem Meeresspiegel. Mit knapp 60 km Skipiste, Spas, Skisprungschanze und einer direkten Zugverbindung zur katalanischen Hauptstadt gilt der Ort als einer der beliebtesten Ausflugsziele in Katalonien im Winter.
Pamplona

Auch Pamplona in der spanischen Region Navarra gilt als großartige Schneedestination in Spanien. Als Pilgerstadt am Jakobsweg ist die spanische Stadt zu jeder Jahreszeit gut besucht. Besonders aber zum San Fermin Festival im Sommer.
Was viele jedoch nicht wissen, ist, dass sich ein Besuch im Pamplona auch im Winter lohnt, wenn die Stadt regelmäßig von einer Puderschicht bedeckt wird.
Im Jahresdurchschnitt schneit es in Pamplona ganze 9,7 Tage.
Die Pyrenäen

Wer an Spanien und Schnee denkt, kommt wohl kaum um an den Pyrenäen vorbei. Hierbei handelt es sich um die Gebirgskette, die die iberische Halbinsel vom Rest Europas trennt. Wegen ihrer milden Sommer und kalten Winter gilt sie als eine der beliebtesten Urlaubsregionen des Landes.
Die Pyrenäen liegen größtenteils in Spanien, gehören teilweise aber auch zu Frankreich und dem kleinen Staat Andorra. Mit über 200 Gipfeln mit einer Höhe von über 3.000 Metern ist es kaum überraschend, dass hier einen großen Teil des Jahres Schnee liegt (bis zu sechs Monate im Jahr). Das massive Gebirge zieht sich im Westen bis an die Atlantikküste und grenzt im Osten an das Mittelmeer.
Salamanca

Salamanca ist eine Stadt in Kastilien-León, die noch nicht so stark vom Tourismus eingenommen wurde. Sie ist für ihre großartige spanische Küche, ihr reines Spanisch und ihre Kultur- und Bildungseinrichtungen bekannt.
Die sogenannte goldene Stadt Spaniens liegt auf einer Höhe von rund 800 Metern über dem Meeresspiegel und ist somit eine weitere schneereiche Stadt der iberischen Halbinsel.
Besonders beliebt als Tagesausflug von Salamanca ist die Skipiste Sierra de Béjar-La Covatilla, die seinen Besuchern 26,8 km Skipiste bietet.
Segovia

Kommen wir nun zu einer weiteren wichtigen Stadt in Kastilien-León (Vielleicht erkennst du ja bereits das Muster, wo es in Spanien besonders viel schneit?!). Die historische Stadt gilt als eine der beliebtesten Tagesausflüge von der spanischen Hauptstadt Madrid.
Bestimmt hast auch du schon einmal vom beeindruckenden Aquädukt von Segovia erhöht, das sich aus dem Stadtbild erhebt.
Mit einer Höhe von 1.002 Metern über dem Meeresspiegel erwarten dich hier durchschnittlich 13 Tage Schnee im Jahr.
Sierra Nevada

Die andalusische Gebirgskette, Sierra Nevada, ist nicht nur der höchste Punkt der iberischen Halbinsel, sondern auch einer der schneereisten Orte des Landes. Mit einem höchsten Punkt von 3.482 Metern am Berg Mulhacén und insgesamt 16 Gipfeln mit einer Höhe von mehr als 3.000 Metern, kann es hier bis zu neun Monate im Jahr zu Schneefällen kommen.
Mit mehr knapp 85 km Piste gilt Sierra Nevada nicht nur als beliebtes Ausflugsziel von der spanischen Stadt Granada, sondern auch als eines der wichtigsten Skigebiete Europas.
Bereits der Name, der im Deutschen mit verschneite Gebirgskette übersetzt werden kann, weist auf den Schneereichtum der Berge hin.
Soria
Soria ist eine Kleinstadt in Kastilien-León liegt und bei internationalen Besuchern noch eher unbekannt ist. Bei den Einheimischen ist die Kleinstadt im Winter hingegen ein echter Geheimtipp, für einen gelungenen Schneeausflug.
Denn mit knapp 21,4 schneereichen Tagen im Jahr gilt die Kleinstadt als eine der fünf schneereichsten Städte Spaniens. Mit einer Höhe von 1.065 Metern ist das hohe Schneevorkommen in Soria gar nicht mal so überraschend.
Besonders beliebt, mit Schnee oder ohne, ist die historische Altstadt Sorias mit ihrer Plaza Mayor.
Teruel

Teruel gilt als eine der schönsten spanischen Kleinstädte und wird daher das ganze Jahr über gerne besucht – als Hauptziel oder auch als Tagesausflug von Valencia. Einer der Anziehungspunkte der kleinen Stadt ist seine gut erhaltene Mudéjar-Architektur, die Teruel sogar die Auszeichnung zum UNESCO Weltkulturerbe eingebracht hat.
Die Kleinstadt befindet sich auf einer beeindruckenden Höhe von 915 Metern und ist daher anfällig für Schnee im Winter. Diese Höhe machen sich auch zwei kleine Skipisten in der Umgebung, Javalambre und Valdelinares, zu Nutzen.
Val d’Aran, Lleida

Die letzte spanische Schneedestination auf unserer Liste ist das Arantal, auf Spanisch auch Valle de Arán genannt (der offizielle Name Val d’Aran ist sein katalanischer Name).
Das Tal befindet sich im hohen Norden Kataloniens, an der Grenze zu Frankreich, und besitzt einen Sonderstatus. Mit diversen Gipfeln mit einer Höhe von über 2.000 Metern (der höchste Gipfel liegt bei 3.014 Metern) ist es wohl kaum überraschend, dass hier während des Winters mit jeder Menge Schnee zu rechnen ist.
Neben unzähligen Wanderwegen und weiter Natur ist vor allem das Skigebiet Baqueria-Baret, das zweitgrößte Skigebiet der Pyrenäen (nach Grandvalira in Andorra), bei Besuchern beliebt.
Wie oft schneit es in Spanien?
Allgemein kann man davon ausgehen, dass es in Spanien im Winter jedes Jahr zu Schneefällen kommt. Besonders in den höherliegenden Regionen des Landes, wie den Gebirgen der Pyrenäen und Sierra Nevada, schneit es während der Wintermonate regelmäßig. In den Großstädten Madrid, Barcelona, Sevilla und Valencia schneit es hingegen nur alle paar Jahre.
Schneit es in Barcelona?

In Barcelona schneit es eher selten. Jedoch kann es im Winter durchaus zu Schneefall kommen. Meistens schneit es, wenn, nur sehr leicht und die Flocken bleiben sehr selten liegen. Jedoch kam es in den vergangenen Jahren immer mal wieder zu (leichtem) Schnee.
Im Durchschnitt schneit es in Barcelona jedoch nur 0,4 Tage pro Jahr, wobei sich durchschnittlich 3 mm Schnee ansammeln.
Ich lebe seit einigen Jahren in Barcelona und habe ich jedoch nur einen richtigen Tag mit leichtem Schnee erlebt. Weihnachtsmarktbesuche in Barcelona mit Schnee sind daher definitiv eher eine Seltenheit.
Schneit es in Madrid?

In Madrid kann es im Winter durchaus zu Schneefall kommen, wobei es sich nicht um eine sehr schneereiche Stadt handelt. Im Jahresdurchschnitt schneit es in der spanischen Hauptstadt rund 3,6 Tage im Jahr.
Im Januar 2021 war Madrid weltweit in den Medien, da es zu einem Jahrhundert-Schneefall kam, der die spanische Hauptstadt mit einer Schneehöhe von bis zu 60 cm bedeckte.
Schneit es auf Mallorca?

Überraschenderweise schneit es auf Mallorca jedes Jahr. Der Schneefall beschränkt sich dabei jedoch für gewöhnlich auf die Sierra de Tramuntana, die Bergkette im Norden der Insel. Außerhalb der Berge kommt es nur relativ selten zu Schneefall und begrenzt sich auf durchschnittlich 0,4 Tage im Jahr.
Schneit es in Valencia?

In der spanischen Stadt Valencia schneit es in der Regel nicht. Wenn es in sehr seltenen Fällen doch mal zu Schneefall kommen sollte, ist dies meist in den höher gelegenen Regionen der Valencianischen Gemeinschaft der Fall.
Besonders beliebt, um Schnee in der Region von Valencia zu sehen, sind die kleinen Orte Chelva, Camporrobles und El Rincón de Ademuz.
Schneit es in Sevilla?

Schneefall in Sevilla ist nur sehr, sehr selten. Wenn es aber tatsächlich mal schneit, wie z.B. 2010, bleibt der Schnee in der Regel nicht liegen, sondern schmilzt sofort wieder.
Der letzte Schneefall, der die andalusische Stadt Sevilla mit Schnee bedeckte, ereignete sich im Februar 1954.
Schneit es in Granada?

Obwohl Granada sich relativ weit südlich in Spanien befindet, ist Schneefall in Granada gar nicht mal unrealistisch. Im Durchschnitt schneit es 0,5 Tage im Jahr in Granada. Alle paar Jahre wird die andalusische Stadt dann sogar von einer dünnen Schneeschicht bedeckt.
Am wahrscheinlichsten ist Schneefall über der berühmten Alhambra, die etwas höher über der Stadt thront.
In der nahegelegenen Sierra Nevada gibt es hingegen jedes Jahr Schnee.
Schneit es auf den Kanaren?

Überraschenderweise kann es auf den Kanarischen Inseln zu Schneefall kommen. Jedoch geschieht dies nur in den höheren Bergregionen über 1.600 Metern. Im restlichen Land herrscht ein subtropisches Klima, sodass Schneefall nicht möglich ist.
Im Teide Nationalpark auf Teneriffa kommt es in den hochgelegenen Bergregionen jährlich zu Schnee. In den Bergen von Gran Canaria kann es ebenfalls ab einer Höhe von 1.600 Metern gelegentlich zu Schneefällen kommen.
Häufige Fragen zu Schnee in Spanien
Mit seiner Lage auf der iberischen Halbinsel ist Spanien zum großen Teil von Wasser umgeben. Besonders in der Küstenregion gibt es daher häufig starke Winde und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Durch diese liegt die gefühlte Temperatur meist noch unter den eigentlichen Temperaturen.
Schnee wird auf Spanisch mit Nieve übersetzt. Man geht davon aus, dass sich das spanische Wort Nieve von dem Lateinischen Wort nivis ableitet.
In Spanien schneit es überraschenderweise während der Wintermonate regelmäßig. Während an vielen Orten auf der iberischen Halbinsel Schnee eher selten ist, kommt es in höher gelegenen Regionen jedes Jahr zu Schneefall.
Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten ist es fast überall in Spanien während des Winters warm. Besonders warm ist es aber auf den Kanarischen Inseln, auf denen auch während des Winters noch knapp 20° C herrschen.
Die kälteste jemals gemessene Temperatur in Spanien beträgt -35,8 °C. Sie wurde 2021 in Vega de Liordes in der Nähe von León in Kastilien-León gemessen.
In den schneereichen Regionen und Erhebungen Spanien schneit es vor allem während der Wintermonate zwischen Dezember und Anfang März, wobei Januar als schneereichster Monat zählt.
Es wird angenommen, dass die spanischen Pyrenäen und die Bergkette Sierra Nevada die schneereichsten Orte in Spanien sind. Die spanische Stadt Ávila gilt hingegen als die schneereichste Stadt Spaniens.








