Katalanische Küche, Gerichte und Essen in Katalonien

Traditionelle Katalanische Küche – 18 schmackhafte kulinarische Katalanische Spezialitäten

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Wer an Spanisches Essen denkt, hat wahrscheinlich erst einmal Paella, Tapas, Tortilla de Patata und Co. im Kopf. Diese leckeren Spanischen Gerichte werden zwar auch in Katalonien gerne gegessen, sind aber nicht typisch für die Region. Da aber auch die Katalanische Küche voller einzigartiger kulinarischer Genüsse steckt, wollen wir dir in diesem Post einmal 18 schmackhafte Katalanische Spezialitäten vorstellen.

Die folgenden Katalanischen Gerichte sind typisch Katalanisch. Daher empfehlen wir dir mindestens eines der Gerichte zu probieren, während du Kataloniens Sehenswürdigkeiten bewunderst.

Traditionelle Katalanische Küche – 18 ausgezeichnete Katalanische Spezialitäten

Hier findest du nun 18 super leckere Gerichte, die du während deiner Reise in Katalonien probieren solltest. Ob es sich bei deiner Reise um Barcelona oder andere Teile Kataloniens handelt, spielt dabei keine Rolle.

Wie immer ist die Reihenfolge der Gerichte kein Ranking. Die Katalanischen Essen sind lediglich in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.

Allioli

Allioli, Knoblauch auf Schneidebrett

Auch im Rest Spaniens, in vielen weiteren Ländern und auch bei uns in Deutschland ist diese weiße Soße unter ihrem Spanischen Namen „Aioli“ bekannt. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass sie eigentlich aus Katalonien stammt. Das wird auch bei ihrem Namen deutlich, der sich eindeutig aus dem Katalanischen ableiten lässt: Alli + Oli = Knoblauch + Öl. Denn in ihrer ursprünglichen Form wurde die beliebte Allioli nur aus diesen beiden Zutaten zubereitet.

Heutzutage wird meist noch Ei mitzugegeben, um sie besonders cremig zu machen. Serviert wird das Ganze dann meist als Beilage zu Kartoffeln, Fleisch oder Fisch oder als Vorspeise mit Brot.

Die Geschichte der Allioli geht zurück bis ins 11 Jahrhundert. Jedoch wird vermutet, dass sie sogar bereits vorher genossen wurde. Manche Forscher vermuten sogar, dass aus dieser beliebten Katalanische Soße die heute überall bekannte Mayonnaise entstand.

Arròs Negre

Arros Negre, Paellapfanne mit schwarzem Reis

Obwohl dieses Gericht auch gerne mal als Paella Negre bezeichnet wird, handelt es sich hierbei nicht um eine Paella – trotz allem muss ich zugeben, dass die Zubereitung doch sehr ähnlich ist. Ebenfalls handelt es sich nicht um schwarzen Reis, sondern lediglich mit Tintenfisch-Tinte gefärbten Reis.

Davon abgesehen ähnelt Arròs negre doch sehr einer Seafood Paella. Es handelt sich nämlich um schwarz-gefärbten Reis, der mit Paprika, Tintenfisch, Olivenöl und einer Meeresfrüchte-Brühe zubereitet wird. Obwohl dies die traditionelle Variante ist, fügen einige Restaurants noch weitere Meeresfrüchte, wie z.B. Krabbe oder Garnelen hinzu.

Genauso wie die Original Paella wird dieses Gericht nicht nur in Katalonien, sondern auch in Valencia sehr gerne gegessen. Dort gibt es außerdem auch eine Version mit Nudeln, die sich Fideuà negra nennt.

Botifarra (amb mongetes)

Botifarra auf dem Grill, Katalanische Küche

Die Botifarra (im Spanischen auch als Butifarra bezeichnet) gehört zu Katalonien so wie die Bratwurst nach Deutschland. Somit handelt es sich bei der leckeren Wurst aus magerem Schweinefleisch um eine der beliebtesten Speisen Kataloniens. Obwohl Botifarra als allgemeiner Begriff genutzt wird, gibt es verschiedene Varianten der Katalanischen Wurst. Die verschiedenen Alternativen der Botifarra werden gegrillt, gebraten, gekocht oder roh genossen.

Die beliebteste ist wohl die Botifarra vermella (Rote Botifarra), die am liebsten gegrillt oder gebraten mit Bohnen (Botifarra amb mongetes oder Botifarra amb seques) serviert wird. Aber auch die weiße und schwarze Version der Wurst (Botifarra negra und Botifarra blanca) sind beliebte Optionen. Darüber hinaus gibt es außerdem Varianten, die mit Ei oder Reis oder Trüffel hergestellt werden.

Fun Fact: Es gibt sogar eine süße Alternative, die mit Zimt und Honig hergestellt wird.

Kein Wunder, dass die Botifarra soweit in der Katalanischen Kultur verwurzelt ist, denn sie wurde bereits zu Zeiten der Römer in der Region gegessen.

Calçots (amb salsa romesco)

Calcotada in Barcelona, Calcosts, Katalanische Gerichte

Wenn ich mein Katalanisches Lieblingsgericht wählen müsste, wären das definitiv Calçots. Zu schade nur, dass man dieses Katalanische Essen nur einmal im Jahr genießen kann – und zwar im Frühjahr bei einer sogannten Calçotada. Was dem Deutschen sein Spargel, das ist dem Katalanen seine Calçots. Denn nicht nur vom Beliebtheitsgrad, sondern auch beim Aussehen ähneln sich der Deutsche Spargel und die Katalanischen Calçots.

Bei den Calçots handelt es sich um eine Art Frühlingszwiebel. Diese 15 – 25 cm langen Zwiebeln sind weit milder als herkömmliche Zwiebeln. Bei einer Calçotada werden sie im Ofen, meist über offener Flamme, gegrillt. Anschließend werden sie auf einer Terrakottaplatte serviert. 

Um diese Katalanische Spezialität genießen zu können gehört etwas Übung dazu. Lass es dir am besten erst einmal von einem Einheimischen zeigen – aber keine Sorge, es ist gar nicht mal schwer. Und so gehts: Die Calçots werden mit einer Hand am oberen Ende festgehalten. Mit der anderen Hand wird die schwarz-gebrannte Haut abgezogen. Nun kann die Calçot in einen Pot mit Romesco-Soße, einer typisch katalanischen Soße aus Tomate, getrockneten Früchten, Paprika und Nüssen, getaucht werden. Nachdem du sie in Soße getaucht hast, kannst du die Calçot dann endlich genießen.

Calçotada-Tipp: Trage unbedingt die Handschuhe und die Schutzfolie, die dir in der Regel gebracht werden, sonst kann es eine ganz schön schmutzige Angelegenheit werden.

Canelons (amb carn d’olla)

Kommen wir zu einem weiteren absolut leckeren Gericht der Katalanischen Küche: Canelons. Um die Geschichte dieses beliebten Essens nachzuvollziehen, brauchen wir gar nicht mal so weit zurückgehen. Denn erst in den 1920er Jahren erlangte dieses Gericht Beliebtheit in der Region.

Na, kommt dir der Name bekannt vor? Genau, denn die Katalanischen Canelons wurden von den italienischen Cannelloni inspiriert. Trotzdem gibt es einige Unterschiede zwischen der Katalanischen und Italienischen Version des Gerichtes. Obwohl es sich um den selben Nudelteig handelt, wird die Katalanische Version in der Regel durchgekocht (nicht al dente, wie die Italienische Version) und mit Bechamel-Sauce übergossen serviert. Auch das Fleisch im Inneren unterscheidet sich häufig.

Spätestens in den 50ern und 60er Jahren wurden die Canelons eine beliebte Speise, die am 26. Dezember von der Familie genossen wird. Diese Tradition hat einen sehr praktischen Hintergrund. Beim Fleisch, Carn d’olla, das gerne von Katalanischen Familien an Weihnachten verzehrt wird, handelt es sich meistens um Reste vom Vortag. Somit sind die Canelons eine perfekte Variante der Resteverwertung.

Cargols a la llauna

Zugegeben, diese Katalanische Spezialität wird sicherlich nicht jedem zusagen. Auch wenn dieses Gericht herlich duftet, konnte ich mich bis heute nicht dazu überwinden, es zu probieren. Da mein katalanischer Schwiegervater dieses Gericht aber liebt und immer wieder gerne bestellt und es zudem ein typisches Gericht in Katalonien ist, gehört es dennoch mit auf diese Liste.

Wie auch immer, bei diesem doch sehr außergewöhnlichen Gericht handelt es sich um Schnecken. Diese Landschnecken werden im Ofen in einer sogenannten Launa (ein Zinngefäß) zubereitet. Das ganze wird dann in der Regel mit Allioli oder einer Tomaten-Vinagrette serviert.

Diese Zubereitungsweise der Schnecken geht zurück auf einer Tradition aus den 80er Jahren der Katalanischen Provinz Lérida. Dort gibt es seitdem jedes Jahr im Mai sogar ein Wochenende, das diesem Gericht gewidmet ist.

Coca

Coca, Katalanische Pizza

Anders als es vielleicht auf den ersten Blick erscheinen mag, ist dies keine Droge, sondern genauergenommen ein Kuchen. Während man die süße Form des Coca-Kuchens in der Regel nur zu bestimmten Feierlichkeiten isst, wie z.B. den Sant Joan Coca im Juni, gibt es aber auch Varianten, die das ganze Jahr genossen werden können.

Die Tradition kommt eigentlich gar nicht aus Katalonien direkt, sondern von den Balearen. Aus diesem Grund wird Coca auch manchmal als Mallorquinische Pizza bezeichnet. Aber Coca unterscheidet sich von Pizza nicht nur in seiner Form. Vielmehr wird Coca traditionell nicht mit Käse überbacken.

Meist wird Coca herzhaft genossen. Dafür stehen verschiedene Sorten zur Auswahl, besonders beliebt sind dabei Coca amb trempó (Mit Zwiebeln, Tomaten und Paprika) oder Coca d’espinacs (mit Spinat) oder Sorten mit Paprika, Sardinen oder Sobrassada. Das letzte ist eine Art mallorquinische Schmierwurst mit Paprika.

Escudella

Die Escudella ist eine Suppe, die besonders im Winter in der ganzen Region gerne gegessen wird. Es gibt verschiedene Formen dieser Suppe, die unterschiedlich hergestellt werden. Die einfachste Form besteht hierbei lediglich aus Brühe und Nudeln 0der Reis. Diese wird gerne als Vorspeise gegessen.

Die wohl beliebteste Form ist die Escudella i carn d’olla. Bei dieser Form werden gut gewürzte große Fleischklößchen und meist etwas Gemüse der Suppe beigefügt. Hierbei hat jeder Katalane wohl seine eigenen Vorlieben. Während manche die beliebte Suppe, dessen Wurzeln bis mindestens ins 14. Jahrhundert zurückgehen, mit Knochen zubereiten, fügen andere noch Botifarra hinzu.

Eine weitere wichtige Form der Suppe die Escudella de nadal (Weihnachtssuppe) oder auch sopa de galets, wird traditionell zu Weihnachten gegessen. Auch in unserer Familie ist sie Tradition. Hierbei werden die Muschelnudeln (Galtets) mit Fleisch gefüllt.

Escalivada

Nach so vielen Fleischhaltigen Gerichten kommen wir zu etwas komplett Vegetarischem. Als Escaliva bezeichnet man im Grunde genommen gegrilltes Gemüse. Dies sind meistens Auberginen und Paprika mit Olivenöl. Das Gericht kann aber auch Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Salz oder andere Gemüsesorten enthalten.

Das leckere Gericht wird meist als Tapas oder als Beilage zu gegrilltem Fleisch oder Fisch serviert. Außerdem kann Escalivada manchmal als Belag von Coca (siehe weiter oben) oder Salat genossen werden. Auf Grund seiner Vielfältigkeit findet man Escalivada inzwischen nicht nur in Katalonien, sondern auch in Valencia, Murcia und bis nach Aragonien.

Der Name dieses Essens kann übrigens auf das alte Katalanische Verb escalivar („in Asche kochen“) zurückgeführt werden.

Esqueixada (de bacallà)

Esqueixada ist besonders im Sommer ein beliebtes Gericht in ganz Katalonien. Auch gerne als „Katalanische Ceviche“ bezeichnet, handelt es sich um eine Art Fisch Salat. 

Die Zubereitung und Inhalte des Salats können je nach Geschmack variieren. In den meisten Varianten findet man jedoch Olivenöl, Essig, Salz, Tomaten, Zwiebeln und sogenannten Klippfisch. Dies ist in Salz eingelegter und anschließend Luftgetrockneter Fisch. Die wohl beliebteste Fischsorte für Esqueixada ist Kabeljau (Bacallà). Aber auch hartgekochte Eier, Paprika oder Oliven sind beliebte Inhaltsstoffe für diesen Salat.

Der Name dieses Gerichts leitet sich übrigens vom Katalanischen Wort „esqueixar“ ab, was so viel wie „auseinanderreißen“ bedeutet. Der Name kommt daher, dass der Fisch für den Salat in der Regel auseinander gerupft und nicht geschnitten wird, um die perfekte Konsistenz für den Salat zu erhalten.

Fricandó

Fricandó, Katalanisches Rindfleischgericht

Fricandó ist ein weiteres sehr traditionelles Katalanisches Gericht, dessen Wurzeln bis ins Mittelalter zurückreichen. Bei diesem Gericht handelt es sich um Fleisch, meist Kalbfleisch, das mit einer klassischen Soße serviert wird. Die Soße wird in der Regel aus Tomaten, Weißwein, Pilzen und Zwiebeln hergestellt.

Dieses Gericht findet man eher in Restaurants und zu besonderen Anlässen, da seine Hergestellung eher aufwendig ist. Genaugenommen sollte das Gericht am Tag zuvor gekocht werden, damit das Fleisch den Geschmack der schmackhaften Soße so richtig aufnehmen kann. Man sagt, dass das Geheimnis dieses Gericht die Qualität des Fleisches ist, das zum Kochen verwendet wird.

Man vermutet, dass sich der Name des Fricandó aus dem Okzitanischem ableitet, welches seinerseits Einflüsse des Lateinischen Wortes frigere (braten) hat. Im Deutschen wird der Name gerne mit Fricandeau übersetzt. Dies ist jedoch ein Französisches Gericht bei dem es sich nicht wie beim Fricandó um Filetstücke, sondern eher um Fleischkeulen handelt.

Fuet und andere Embutits

Fuet und weitere typisch katalanische Würste, Embutits

Katalonien kann zurückblicken auf eine lange Tradition der Wurst (Embutits) und Aufschnittproduktion. Kein Wunder, dass es soviel Auswahl zwischen ausgewählten und qualitativhochwertigen Wurstoptionen. Besonders in den Kleineren Städten und Dörfern im Inneren der Region findet man großartige Sorten.

Der wohl bekannteste Vertreter dieser Wurstsorten ist Fuet. Wer sie einmal probiert hat, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit immer wieder kaufen. Es handelt sich dabei um eine Art harte Mettwurst mit verschiedenen Gewürzen. Als die besten Orte in Katalonien um Fuet zu probieren gelten Olot und Vic.

Weitere Vertreter der Katalanischen Wurstkunst sind Salchichón und Llonganissa, die man quasi als Katalanische Salami bezeichnen könnte. Auch die bereits vorgestellte Botifarra ist fester Bestandteil der katalanischen Wurstspezialitäten.

In Katalonien sind die Würste so beliebt, dass sie in vielen Bars und Restaurants als Tapas, Vorspeise oder Snack bestellt werden können. Aber auch zuhause oder bei Feiern werden die Würste gerne als Snack serviert.

Mar i Muntanya

Wer sich in seinen Urlaubsplänen nicht zwischen Meer und Bergen entscheiden kann, ist in Katalonien genau richtig. Denn in kaum einer anderen Region liegen Gebirge und die Küste so nah beieinander. Das spiegelt sich natürlich auch in den Gerichten Kataloniens wieder. Denn bei Mar i Muntanya (Meer und Berg) kommen Fisch und Fleisch gemeinsam auf den Teller.

Während es heute unzählige Sorten und Varianten dieses Gericht gibt, geht man davon aus, dass die erste Variante, die von Fischern an der Costa Brava gekocht wurde, aus Huhn und Garnelen in einer Weißweinsoße bestand. Heute werden außerdem besonders gerne Seeteufel, Hummer, Würste oder Langusten verwendet.

Auch wenn die Kombination wahrscheinlich erst einmal etwas gewagt klingen mag, hat sie sich über Jahre hinweg in der Spanischen Region gehalten und ist bei seinen Einheimischen noch immer ein beliebter Genuss.

Pa amb Tomàquet

Knoblauch und Tomaten

Kaum ein anderes Gericht ist so einfach herzustellen und trotzdem so köstlich. Pa amb Tomàquet (Brot mit Tomate) ist ein katalanisches Essen, das meist als Vorspeise oder Beilage gereicht wird und als Pan con Tomate auch im Rest Spaniens große Beliebtheit erlangt hat.

Und so einfach geht’s: Nimm ein getoastets Weißbrot und reibe ein Stück Knoblauch darüber. Nun nimm ein Stück Tomate und reibe es über das mit Knoblauch bestrichene Brot bis nur noch die Haut der Tomate übrig ist. Zum Schluss noch ein paar Tropfen Olivenöl darüber geben und fertig ist dein Pa amb Tomàquet. 

Je nach Geschmack kann der Knoblauch weggelassen oder das Brot anschließend noch gesalzen werden.

Das Pa amb Tomàquet ist im Land so beliebt, dass es als ein wichtiger Teil der Spanischen Esskultur angesehen wird. Wer mag kann die Tomaten im Supermarkt sogar bereits ausgequetscht im Kühlregal kaufen.

Suquet de peix

Ein weiteres Gericht, das von den Katalanischen Fischern abstammt. Einst war dies ein einfaches Gericht, das von den Fischern selbst verzehrt wurde, um die Fischresteloszuwerden, die am wenigsten verkauft wurden. Heutzutage jedoch gilt das Gericht als eines der besten Fischgerichte der Region und wird in vielen hochwertigen Restaurants entlang der Katalanischen Küste bis nach Valencia angeboten.

Das Besondere an diesem Fischauflauf ist, dass es keine besonderen Regeln gibt, welche Arten von Fisch verwendet werden sollten. Am häufigsten findet man jedoch Seeteufel, Seebrasse und Zackenbarsch.

Trinxat

Trinxat, Katalanisches Essen

Das letzte Gericht auf unserer Liste nennt sich Trinxat. Hierbei handelt es sich um ein Essen, das grundsätzlich aus drei Zutaten hergestellt wird: Kartoffeln, Kohl und Schweinefleisch (meist Bacon). Obwohl Trinxat ursprünglich eher aus Andorra und dem nördlichen Teil Katalonien in den Pyrenäen stammt, ist es inzwischen eigentlich in ganz Katalonien zu finden.

Der Name dieses Gerichts leitet sich vom Katalanischen Verb trinxar ab, was mit schneiden oder kleinschneiden übersetzt werden kann. Bei der Zubereitung dieses Gerichts werden nämlich alle Zutaten sehr klein geschnitten und lange Zeit gekocht. Serviert wird das Ganze dann ähnlich wie der in Spanien so beliebte Tortilla de Patata.

Besonders gerne wird das leckere Gericht im Winter verzehrt, weil es kalorienreiches und zugleich wärmendes Essen ist. Da es besonders in dem Bereich der Pyrenäen im Winter sehr kalt werden kann, ist es kaum überraschend, dass Trinxat besonders in dieser Region so beliebt ist.

Und zum Nachtisch? – 2 typisch katalanische Desserts

Crema Catalana

Crema Catalana, Katalanischer Nachtisch

Die Creme Catalana ist wohl mit Abstand der beliebteste katalanische Nachtisch und kann inzwischen nicht nur in ganz Spanien, sondern auch international genossen werden. Und das, obwohl sie ihrem Französischen Nachbar, der Cremè Brulée, ziemlich ähnelt.

Die Creme selbst wird in der Regel aus Milch, Zucker, Eigelb, Maisstäke, Zimt und Zitronenschale hergestellt und ist daher sehr kalorienhaltig. Wie die Cremè Brulée hat auch sie eine karamelisierte Zuckerschicht als Deckel. Häufig wird die Creme mit einem kleinen Keks oder Sahne serviert.

Die Crema Catalana kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Obwohl einige vermuten, dass sie auf Jüdische Traditionen zurückgeht, gibt es eine beliebte Legende um die Entstehung der Creme. Und zwar wollten ein paar Nonnen einem zu Besuch kommenden Priester die Creme vorsetzen. Da der Priester aber nicht genug Zeit hatte zu warten, bis dass sich die Creme sich abgekühlt hatte, mischten die Nonnen etwas Maisstärke hinzu und gaben ihm die heiße Creme als Pudding. Leider verbrannte er sich den Mund daran und rief „Crema“ (was im katalanischen so viel wie „Es brennt“ bedeutet. Trotz allem, aß er die Creme komplett auf, weil sie so gut schmeckte. Daher wird sie auch gerne als Crema Cremada (Gebrannte Creme) bezeichnet.

Panellets

Panellets, Katalanisches Gebäck

Kommen wir zu einer weiteren beliebten katalanischen Nachspeise, den Panelletes. Der Namen kann mit „kleinen Broten“ übersetzt werden. Serviert werden die Panellets meist als Nachtisch zusammen mit süßem Wein. Besonders typisch sind sie zu Allerheiligen.

Hierbei handelt es sich um kleine Marzipankugeln, die mit Pinienkernen umhüllt serviert werden. Es gibt jedoch verschiedene Varianten. Bis nach Sevilla werden die leckeren kleinen Kugeln verkauft. Dort heißen sie übrigens Empiñonados.

Obwohl das Gebäck heute als typisch Katalanisch angesehen wird, vermutet man dessen Ursprung entweder im Norden Europas oder in Arabien.


Ist dein neues Leibgericht mit dabei? Welches der Gerichte möchtest du nun unbedingt probieren? Oder hast du vielleicht noch einen Vorschlag, welche Spezialität wir noch mit auf die Liste aufnehmen sollten? Lass es uns gerne unten in den Kommentaren wissen!

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Die AutorinVicki

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